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Altes Schloss

 

Wo heute das Amtsgericht und die Verwaltungsgemeinschaft untergebracht sind, hatte früher der Amtmann des Bischofs von Würzburg seinen Sitz. Das Alte Schloß ist einer der bedeutendsten historischen Zeugen vergangener Tage. An der Stelle soll bereits um das Jahr 1000 eine Burg der Henneberger gestanden haben. Bei den Umbauarbeiten für den Eingang zur Verwaltungsgemeinschaft wurden Reste eines Turmes aus dieser Zeit gefunden. Als die Henneberger 1230 die Vogtei über Mellrichstadt aufgaben, wurde Mellrichstadt ein fürstbischöfliches Amt. Das als ”Alte Schloß” bezeichnete Gebäude wurde 1512 unter Fürstbischof Lorenz von Bibra (1459 – 1519) errichtet, der in Mellrichstadt geboren wurde. Sein Vater Hanns v. Bibra zu Mellrichstadt hatte das in der Familie erbliche Untermarschallamt des Hochstiftes Würzburg inne. Die beiden Wappen mit dem Bild des springenden Bibers an der Hofseite des Schlosses, sind die des Erbauers. 1712 erfolgte die Erweiterung um den Westflügel nach der Streu zu.    


 

Bürgerturm

 

Das bekannteste Wahrzeichen von Mellrichstadt ist der Bürgerturm, ein noch recht gewaltiger Zeuge aus vergangenen Tagen, der friedvolle, aber auch kriegerische Zeiten in Mellrichstadt erlebt hat. Die letzte Renovierung wurde 1985 vorgenommen. Der Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert und steht an der Nordostecke der Stadtbefestigung. Früher diente er als Gefängnis für die Bürger, da diese – wie noch eine Verordnung von 1619 befahl – nicht mit dem ”Malefiz- Turm” gestraft werden durften. 1723 wurde das runde Gemäuer durch einen Fachwerkaufbau mit Turmstube und welscher Haube erhöht und bereichert. Nun blickt er stolz auf die Stadt und zu dem benachbarten ehemaligen Friedhof.    


 

Burgmühle

 

Diese Mühle hat ihren Namen von der Burg, unter der sie liegt. Sie ging ursprünglich, weil zur Burg gehörig, dem Bischof von Würzburg zu Lehen. Bereits 1303 erwähnt, ist sie somit die älteste der sechs mittelalterlichen Mühlen, die Mellrichstadt einmal hatte. Die neugebaute Schneidmühle stammt von 1780 und ist heute noch in Betrieb.    


 

Altes Spital (heute Kreisgalerie)

 

Bereits im Jahre 1349 stiftete die Bürgerswitwe Elisabeth Ungemach mit ihrem Sohn Gottfried einen gro8en Teil ihres Vermögens zur Gründung eines Spitals in Mellrichstadt, um so, wie es in der alten Urkunde heißt, ”irdische Güter in ewige umtauschen zu können”. Nach einigen Vorgänger- bauten an verschiedenen Stellen wurde im Jahre 1838 dieses Spitalgebäude errichtet, das bis zum Jahre 1967 bedürftige Bürger aus dem Distriktsbezirk beherbergte. Dem neuen Kreiskrankenhaus an der Suhlesstraße wurde als ”ideale Lösung” dann ein Altenheim angegliedert und das alte Haus verkauft. Um den imposanten Bau der Nachwelt zu erhalten, hat es die Stadt später wieder vom Überlandwerk Rhön zurückgenommen und restaurieren lassen. Als Kreisgalerie bietet es heute einen würdigen Rahmen.    


 

Galgenturm

 

An der Straße nach Eußenhausen steht der Galgenturm, ebenfalls im 13. Jahrhundert als Teil des Wartturmsystems ursprünglich in Holz errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde er in der heutigen Form in Stein erbaut. Am Galgenturm befand sich der Standort des Galgens, der im April 1664 zum letzten Mal benutzt wurde.    


 

Suhlesturm

 

Westlich von Mellrichstadt, Richtung Hainhof, hält der Suhlesturm seine Wacht. Er ist Teil des mittelalterlichen Wartturmsystems gewesen. Im 13. Jahrhundert wurde er in Holz erbaut. Im 15. Jahrhundert erhielt er die heutige Form und wurde in Stein ausgemauert.    


 

Frickenhäuser See

 

In einem der wenigen natürlichen Seen unserer Umgebung kann man bei sommerlichen Temperaturen ein erfrischendes Bad nehmen.

Der Frickenhäuser See ist eines der der schönsten Geotope Bayerns. Der Frickenhäuser See erschließt im nördlichen Unterfranken ein einmaliges Naturdenkmal.

Durch das Zusammenspiel von Erddynamik, Gestein und Wasser bildete sich hier im Verlauf der Erdgeschichte durch Auslaugungsvorgänge im Untergrund ein so genannter "Erdfall-See". Dieser See wurde als einziger in der Region nicht vom Menschen geschaffen.
   


 

Fronhof

 

Der Fronhof gehörte mit umfangreichen Gebäuden und Ländereien zur Burg. Er wurde von Untergebenen bewirtschaftet, über die die Herren von Bibra als Wächter gesetzt waren.    


 

Kreuzkapelle

 

1690 / 92 auf der Trümmerstätte einer älteren Kapelle auf- gebaut. In der Franconia Sacra ist u. a. über die Kreuzkapelle folgendes zu lesen: ”An der Straße nach Stockheim, 1 km von Mellrichstadt entfernt, stand eine Kapelle mit einem in hohen Ehren gehaltenen Cruzifixe, ’Heilig Kreuz’ genannt, nach welchem das nach dieser Richtung gelegene Stadtviertel den Namen ’Heiligkreuzviertel’ erhielt. Sie enthält einen Altar zu Ehren der hl. 5 Wunden mit einem Altarbild aus 1695. Auch die Kreuzkapelle wurde zum 750jährigen Stadtjubiläum innen und außen erneuert und erhielt eine neue Glocke.    


 

Großenbergkapelle

 

Auf dem Großenberg, unmittelbar vor den Toren der Stadt, soll sich nach der Überlieferung vor alten Zeiten eine heidnische Kultstätte befunden haben. Jetzt steht dort die Wallfahrtskapelle zu Ehren der Muttergottes. Die Großenbergkapelle wurde erstmals 1494 anläßlich der Verleihung verschiedener Privilegien durch Papst Alexander VI. erwähnt. Bauformen weisen auf das 13. Jhdt. hin. 1611/18 folgte eine gründliche Restaurierung durch namhafte, bodenständige Bildhauer. Auch diese Kapelle wurde vor einigen Jahren wieder neu hergerichtet. Reiche Innenausstattung aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Wenige Schritte von der Kapelle entfernt steht als Gefallenengedenkstätte eine offene Halle, 1695 erbaut, mit einer Pieta.    


 

Pulverturm

 

Zu den noch gut erhaltenen historischen Zeugen früherer Zeit gehört der Pulverturm, früher ein Teil des Oberen Tores, das 1356 erstmals erwähnt wurde. Zum sog. ”Pulverturm” schreibt Pfarrer Müller in seiner Chronik von 1879: ”Am oberen Thore wurde im Juli 1818 der innere Schwibbogen eingelegt, sowie der daransto8ende sehr schadhaft gewordene Turm abgebrochen. Nur ein Rondell mit vermauerter Zwingerthüre erinnert noch an das ehemalige Thor.” Der hohe Turm des Oberen Tores diente auch als ”Malefiz-Turm”, das Gefängnis für schwere Vergehen. Vor dem Oberen Tor lag die ”Cent”, der Gerichts- und Richtplatz. 1821 wurde das Tor mit der anstoßenden Zwinger- mauer abgebrochen.    


 

Salzhaus

 

Im 1658 erbauten ”Schütthaus”, dem Fruchtspeicher des Fronhofes, wurde bis ins 19. Jahrhundert der Zehnt eingenommen und das Salz aus der Kissinger Saline gelagert. Salz war eine wichtige Einnahmequelle für die Würzburger Bischöfe. Es wurde nach Entrichtung der vorgeschriebenen Steuer vom Salzfaktor an die Händler und Krämer ausgegeben. Als ”weißes Gold” war Salz zu dieser Zeit ein begehrtes Schmuggelobjekt.
1983 wurde im Salzhaus das Heimatmuseum eröffnet. Sämtliche Exponate entstammen dem heimatlichen Raum und ermöglichen so einen Einblick in das Leben eines landwirtschaftlich und handwerklich geprägten Städtchens im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.
In drei Stockwerken sind vorwiegend das ortsansässige Handwerk und Bereiche ländlicher Wohnkultur aufbereitet. Die Museumsscheune beherbergt den landwirtschaftlichen Bereich mit Themen wie Ernte, Bodenbearbeitung, Hof- und Stallarbeit.
Bei der Konzeption dieses Heimatmuseums wurde großer Wert auf eine lebensnahe Darstellung gelegt, um es dem Betrachter zu ermöglichen, hinter den Ausstellungsstücken den Menschen in seiner oft mühsamen Arbeit zu sehen.
   


 

Spitalkirche (Sebastianuskapelle)

 

Im Jahre 1356 erbauten die Herren von Stein eine Kapelle zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria, der Heiligen Nikolaus und Sebastianus. Diese 1585 und 1612 renovierte Kapelle war im 30jährigen Krieg ruinös geworden und wurde 1662 als Spitalkirche wieder hergestellt. Die letzte gründliche Innen- und Außenrenovierung fand 1979/80 statt. Die Kapelle ist durch eine Türe mit dem ehemaligen Pfründnerspital (heute Kreisgalerie) verbunden und hat ein Türmchen mit Uhr und 2 Glocken. In der Kapelle befinden sich Grabplatten der Herren von Stein, von Wechmar und von der Kere. Sie enthält auch einige beachtenswerte Kunstwerke, so die Reliquienbüste eines Bischofs, wahrscheinlich um 1460 entstanden, die recht gute Madonna mit Kind, eine Salvatorfigur, sowie die Figurengruppe der beiden Diakone Stephanus und Laurentius, alle um 1480 entstanden.    


 

Stadtpfarrkirche St. Kilian

 

Die Lage der Stadtpfarrkirche St. Kilian auf dem Sporn des Muschelkalkrückens zwischen Streu und Malbach geht mit ihren Vorgängerbauten auf die Kirche des ehemaligen fränkischen Königshofes zurück. Danach war die älteste Kirche die Martinskirche, die zu den 25 Kirchen gehörte, mit denen König Karlmann 742 das von Bonifatius begründete Bistum Würzburg ausstattete. Darauf folgte in ottonischer Zeit eine nach der Überlieferung dem hl. Burkhard geweihte Kirche, die durch Brand zerstört und in der Zeit um 1000 bis etwa 1050 wieder entstanden sein könnte. Der letzte Vorgänger ist die im Jahre 1162 durch den Würzburger Bischof Heinrich II. zu Ehren der Frankenapostel konsekrierte dreischiffige Pfeilerbasilika. Auch der Nachfolgebau war dem hl. Kilian geweiht. In den folgenden Jahrhunderten nahm er durch Aus- und Umbau seine heutige Gestalt an. Im späten 13. Jahrhundert wurde der Chor mit seinen 2 Türmen errichtet, etwas später entstand die Karnerkapelle, zuletzt die Annakapelle. Die Pfarrkirche beherbergt sehenswerte Stein- und Holzplastiken, wie ein steinernes Sakramentshäuschen, die schöne Mondsichelmadonna, beide aus dem 15. Jahrhundert, und den reich geschmückten Taufstein von 1626. Von den beiden angebauten Kapellen wird eine schon 1304, die andere 1504 erwähnt. Auf die Zeugen dieser reichen Vergangenheit ist die Stadt besonders stolz.    


 

Unteres Tor

 

Das Untere Tor wurde schon 1340 als ”Streutor” urkundlich genannt. Den Eingang zur Stadt vermittelten 2 Tore und 2 Pforten. Jedes Tor bestand aus einem äußeren oder Fall-Tor und einem inneren Tor. Die Falltortüre legte sich über den Stadtgraben und wurde des Nachts aufgezogen; am inneren Tor waren zwei Flügeltüren angebracht, die mit einem Balkenriegel verschlossen wurden. Die Tore selber hatten Schwibbögen und an jeder Seite einen runden Turm mit Schießlöchern. In kurzem Abstand dahinter stand ein hoher, viereckiger Turm mit einer Wächterwohnung. Beim Unteren Tor wurden in den Jahren 1787 bis 1792 des Straßenbaues wegen das äußere Tor und bis 1865 auch das innere Tor nebst dem hohen Turm eingelegt. Die jetzt links und rechts vom ehemaligen Tor in der Stadtmauer eingelassenen Wappen mit den Jahreszahlen 1607 und 1490 stellen dar: Wappen des Fürstbischofs Rudolph v. Scherenberg, Wappen Julius Echter.    


 

Wappen des Fürstbischofs Rudolph v. Scherenberg

 

Am Ende der Unteren Torgasse ist das Wappen des Fürstbischofs Rudolph v. Scherenberg eingelassen, der als Finnnzier bekannt war und auch Mellrichstadt mit 14.000 fl. auslöste.    


 



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